Kaptein Roodnat

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Kaptein Roodnat

Deutlich und begreifbar

Die Interieurs, Möbel, Produkte und Kunstanwendungen von Kaptein Roodnat bieten in all ihrer Pracht einen erfrischenden Blick auf ihre Umgebung. Die Formen sind deutlich und begreifbar aber niemals einfach: Sie zeigen, dass ein Objekt immer mehrere Seiten hat. Ein Möbelstück ist beispielsweise nicht nur ein Objekt, sondern funktioniert oftmals auch als ein Platz in einem bestimmten Zimmer. Ein begrenzter Raum wiederum kann auch ein Objekt sein. Nicht umsonst sind es oftmals die Konturen, Durchmesser und Restformen von Objekten, die in den Designs von Kaptein Roodnat wiederkehren. Als ob sie durch das stets neu Spiegeln und Umkehren auf unvermutete Eigenschaften und Möglichkeiten hin untersucht werden.

Projekten in New York

Ein gutes Beispiel für den Prozess des Umkehren und Anschauens ist die Spiellandschaft für ein Kinderkrankenhaus in New York. Im letztlichen Design eines Klettergerüstes in Knallorange kommen verschiedene Aspekte zusammen: Es ist ein auf seine Seite gelegte Stadtkarte, aber auch eine gestapelte Spielecke, die auf diese Weise weniger Platz benötigt. Des Weiteren erinnert es an ein Puppenhaus, das an zwei Seiten geöffnet ist. Außer der Reduzierung von genutzter Fläche liefert das Möbelstück ein fröhliches Bild an der Straßenseite. Es lässt mit einem Blick erkennen, was an der Innenseite wichtig ist: Kinder wieder spielen lassen. Auch beim Costume Chair ist eine Umkehrung geschehen, in diesem Fall eine Umkehrung nach außen. Die Produktion dieses Stuhls aus Stoff beginnt bei der Polsterung, die laut eines bestimmten Musters geschnitten wird und wie ein maßgeschneiderter Anzug in Form eines Stuhls modelliert wird. Auf diese Art entsteht eine Gussform, worin der flüssige, tragende Kunststoffrahmen des Stuhls gegossen wird. Nach dem Aushärten sind Rahmen und Polsterung eins: der maßgeschneiderte Anzug ist der Stuhl. Der Costume Chair zeigt auch, dass Kaptein Roodnat den Produktionsprozess seiner Designs oftmals ab einem frühen Stadium einbezieht und formt. Außer dem Umdrehen und Spiegeln werden die Formen auf ihre Eigenschaft, gleichzeitig etwas Anderes zu zeigen oder zu verhüllen, untersucht. Diesen doppelten, fast paradoxen Aspekt verwenden die Designer beispielsweise in den Designs für den Mandarina Duck Laden in Paris. Der massive Einbauschrank aus Metall ist so umschlossen, dass Sie das Gefühl erhalten, dass Sie ihre Kleidung vor Ort anprobieren können. Der Umkleideraum hat andererseits eine bewegliche Wand aus Kunststoff-Rietstengeln, die ein wenig Sicht in das Geschäft lässt, sodass Sie sich der Blicke von außen ein wenig bewusster werden. So werden Ihre Erwartungen daran, was ein Raum ist und was er sein kann, immer wieder geschärft.

Design Duo

Marleen Kaptein und Stijn Roodnat arbeiten seit Abschluss ihres Studium an der Design Academy im Jahr 1999 zusammen. Mit ihrer‘Klimglijklauterhangzitvoetbaltoneelbuis’ wurden sie im Jahr 2007 für den Designprijs Rotterdam nominiert. Sie stellen (Interieur-)Produkte für unter anderem die Martinez Gallery in New York, Mandarina Duck in Paris und Hotel Arena in Amsterdam her. In Auftrag von Kunst en Bedrijf arbeitete Kaptein Roodnat an Kunstanwendungen im Spaarne Krankenhaus in ... und im ROC Adventus in Zutphen. Werke von ihrer Hand sind auf den Ausstellungen Dutch Masters in der niederländischen Botschaft in Berlin und in Fantastic Plastic in Nagoya (Japan) zu sehen gewesen und wurden kürzlich in der Phaidon Publikation "Contemporary World Interiors" publiziert.